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Was tun, wenn alles zu viel wird...


Überforderte Mutter mit Kindern im Alltag


„Eigentlich läuft doch alles. Warum bin ich trotzdem so erschöpft?“

Vielleicht kennen Sie diesen Gedanken.

Der Alltag funktioniert. Die Kinder sind versorgt, die Arbeit wird erledigt, Termine werden organisiert und irgendwie bekommen Sie alles hin. Von außen sieht wahrscheinlich vieles ganz normal aus.

Nur Sie selbst merken: Es kostet immer mehr Kraft.

Morgens beginnt der Kopf schon mit der Liste für den Tag. Was brauchen die Kinder? Was muss erledigt werden? Wer muss wann wo sein? Was fehlt noch zu Hause? Und während Sie eine Sache machen, denken Sie schon an die nächsten drei.

Es ist selten die eine große Aufgabe, die zu viel ist. Es sind die vielen kleinen Dinge. Jeden Tag. Immer wieder.

Und irgendwann reicht eine Kleinigkeit.

„Mama!“

Noch eine Frage. Noch etwas, das entschieden werden muss. Noch jemand, der etwas braucht.

Und plötzlich reagieren Sie gereizter, als Sie eigentlich möchten.

Danach kommt vielleicht sofort das schlechte Gewissen:

„Warum bin ich so ungeduldig?“

„Ich wollte doch eine entspanntere Mutter sein.“

„Andere schaffen das doch auch.“

„Ich möchte einfach, dass kurz niemand etwas von mir braucht.“

Vielleicht kennen Sie auch diesen Gedanken.

Nicht, weil Sie Ihre Kinder nicht lieben. Nicht, weil Sie nicht gerne Mutter sind.

Sondern weil Sie müde sind.

Müde vom Denken. Vom Organisieren. Vom Entscheiden. Vom Verantwortlichsein. Und manchmal auch davon, immer wieder die eigenen Bedürfnisse nach hinten zu schieben.

Endlich schlafen die Kinder und eigentlich wäre jetzt Zeit für Sie. Aber statt etwas Schönes zu machen, sitzen Sie vielleicht einfach auf dem Sofa und haben für nichts mehr Energie.

Und selbst wenn es endlich ruhig ist, wird es im Kopf nicht automatisch ruhig.

„Was muss ich morgen erledigen?“

„Habe ich an alles gedacht?“

„Was habe ich heute wieder nicht geschafft?“

Der Körper sitzt auf dem Sofa. Der Kopf organisiert bereits den nächsten Tag.

Vielleicht müssen Sie nicht belastbarer werden

Wenn wir über längere Zeit überfordert sind, suchen wir den Grund schnell bei uns selbst.

„Ich muss mich besser organisieren.“

„Ich muss geduldiger werden.“

„Ich darf mich nicht so anstellen.“

„Ich muss das doch schaffen.“

Aber vielleicht ist die wichtigere Frage nicht:

Wie schaffe ich noch mehr?

Sondern:

Was trage ich eigentlich gerade alles?

Genau hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Was kostet Sie im Moment besonders viel Kraft? Was übernehmen Sie ganz selbstverständlich? Wo sagen Sie noch „Das mache ich schon“, obwohl Sie eigentlich längst an Ihrer Grenze sind?

Und vielleicht die schwierigste Frage:

Was brauche ich gerade eigentlich selbst?

Wenn die eigenen Bedürfnisse immer leiser werden

Wer ständig darauf achtet, was andere brauchen, kann irgendwann den Kontakt dazu verlieren, was einem selbst guttut.

Deshalb geht es in der Therapie nicht darum, Ihren Alltag noch effizienter zu machen oder Ihnen zu zeigen, wie Sie noch mehr schaffen können.

Mich interessiert vielmehr, warum es gerade so viel geworden ist.

Gemeinsam können wir schauen, welche Belastungen tatsächlich da sind, welche Erwartungen Sie an sich selbst stellen, wo Ihre Grenzen liegen und was sich verändern müsste, damit wieder mehr Raum für Sie entsteht.

Manchmal bedeutet das, Verantwortung anders zu verteilen. Manchmal geht es darum, Grenzen ernst zu nehmen oder Unterstützung anzunehmen. Und manchmal beginnt Veränderung zunächst einfach damit, aussprechen zu können:

„Mir ist das gerade zu viel.“

Ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.

Sie müssen nicht warten, bis gar nichts mehr geht

Vielleicht schaffen Sie Ihren Alltag noch.

Vielleicht sogar ziemlich gut.

Aber die entscheidende Frage ist nicht nur, ob Sie ihn schaffen, sondern auch, wie viel Kraft er Sie jeden Tag kostet.

Sie müssen nicht erst völlig erschöpft sein, bevor Sie sich Unterstützung holen.

Wenn Sie beim Lesen an manchen Stellen gedacht haben „Ja. Genau so fühlt es sich gerade an“, dürfen wir gemeinsam hinschauen.

In meiner Praxis in Wien begleite ich Frauen in belastenden Lebensphasen rund um Mutterschaft und Familie. Hier darf auch das ausgesprochen werden, wofür im Alltag oft kein Platz bleibt – ohne Bewertung und ohne den Anspruch, allem gerecht werden zu müssen.

Wenn Sie sich Unterstützung wünschen, können Sie gerne ein Erstgespräch mit mir vereinbaren.

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